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Winter 2010

So viel Schnee hat Rheinhessen schon lange nicht mehr gesehen. Den ganzen Januar über trug Rheinhessen ein weißes Winterkleid. Auch dieTemperaturen gingen dieses Jahr sehr weit nach unten, in ungünstigen Lagen bis auf minus 20° Celsius. Den Winzern war es oftmals zu kalt oder Sie konnten die Weinberge infolge des Schnees nur noch zu Fuß erreichen, weshalb man die Arbeit im Januar in den Weinbergen ruhen ließ. Da der Rebschnitt aber die arbeitsaufwändigste Tätigkeit im Jahresverlauf ist, müssen die Winzer jetzt bei jedem Wetter rausgehen, sonst schaffen es viele Betriebe nicht mehr vor dem Austrieb. Also sieht man jetzt auch im Regen und in der Kälte dick vermummte und gutverpackte „Gestalten“ im Weinberg stehen. Frostschäden hat es jedoch nach Meinung der Experten kaum gegeben,nur an ganz empfindlichen Rebsorten wie Huxelrebe oder Portugieser.Prüfen kann man die Unversehrtheit der Knospen übrigens bei Temperaturen über 0° Celsius durch den „Augenschnitt“, d. h. die Knospen werden der Länge nach mit einem scharfen Messer durchgeschnitten. Hier kann man schon jetzt den grünen Trieb und auch die Trauben dieses Jahres sehen. Ist die Knospe nicht mehr grün, ist sie vom Frost geschädigt. Hier können aber noch die „Beiaugen“,  d. h. zwei kleinere Knospen neben der Hauptknospe, die etwas geschützterliegen und in ihrer Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten sind, noch austreiben. Auch ein Ausgleich von geschädigten Knospen über den Anschnitt eines zweiten Triebes ist möglich. Die nächste Arbeit, die dann im Weinberg anstehen ist die Instandhaltung des Drahtrahmens, also das Austauschen von defekten Pfählen oder durchgerissenen Drähten. Anschließend geht es zum „Biegen“, dem Anbinden der verbliebenen Triebe.

Hier kann ein virtueller Rebstock zum "schneiden" heruntergeladen werden.

 
 
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