Auf Biegen und (hoffentlich nicht) Brechen Langsam kehrt nun doch der lang ersehnte Frühling in den Weinbergen ein. Es war ein sehr langer und kalter Winter mit für Rheinhessen ungewöhnlich viel Schnee. Den strengen Frost mit Temperaturen von fast minus 20° Celsius haben die Reben unbeschadet überstanden. Der Rebschnitt ist bei den meisten Betrieben mittlerweile beendet.Jetzt steht das so genannte „Biegen“ an. Hier wird der Rebstock fürs laufende Jahr „in Form gebracht“, d. h. die Knospen werden durch das horizontale Anbinden der verbleibenden Rute im Drahtrahmen verteilt. Diese Tätigkeit wird ideal dann ausgeführt, wenn der Saftfluss in den Rebstöcken beginnt, da die Ruten dann nicht so leicht abbrechen. Das Erwachen der Reben aus dem Winterschlaf nennt man unter Winzern auch „Weinen“ oder „Bluten“ der Reben. Im Keller werden jetzt die meisten Weißweine abgefüllt, um sie noch vor Ostern den bereits neugierig wartenden Weinfreunden zu präsentieren. Die Rotweine sollen noch etwas länger reifen. Die jungenWeine treffen auch dieses Jahr wieder voll den Geschmack derWeinfreunde. Mit seiner frischen Frucht und tollen Aromatik wird der Jahrgang 2009 auf den jetzt beginnenden Jahrgangspräsentationen landauflandab begeistern. |